Radfahren und persönliche Entwicklung
Seit ich mich 2019 intensiv auf mein erstes Langdistanzrennen vorbereitet habe, gehört das Rad fahren zu einem festen Bestandteil meiner Persönlichkeitsentwicklung. Anfangs habe ich mich nach meinen langen Ausfahrten einfach nur gut und ausgeglichen gefühlt…unbelastet und im reinen mit mir.
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Radfahren und persönliche Entwicklung

Seit ich mich 2019 intensiv auf mein erstes Langdistanzrennen vorbereitet habe, gehört das Rad fahren zu einem festen Bestandteil meiner Persönlichkeitsentwicklung.

Anfangs habe ich mich nach meinen langen Ausfahrten einfach nur gut und ausgeglichen gefühlt…unbelastet und im reinen mit mir.

Nach der Teilnahme am Three Peaks Bike Race 2019 und meinem Ausstieg am 4. Tag aus dem Rennen, waren die Auswirkungen auf mich dermaßen massiv, dass ich mich intensiver mit den Ursachen auseinander gesetzt habe.

Beim langen Radfahrten tritt das Denken immer mehr in den Hintergrund und der Körper wird aktiviert…das Seelenwesen ist aktiviert.
In diesen Zeiten bin ich verbunden mit dem Moment und allem was mich umgibt…bin einfach im JETZT.
Das Denken verliert an Gewicht…meine Wahrnehmung wird wieder „komplett“…nehme wieder wahr was all meine Sinne an Eindrücken liefern, und was im Alltag oft vom Denken überdeckt wird.

In diesem Zustand erfahre ich meine eigene Begrenztheit und nehmen bin in der Lage meinen natürlichen Platz im Leben einzunehmen…ich spüren, dass ich Teil von etwas größeren bin…nur ein Teil von Vielen. In diesem Moment fühle ich mich wieder verbunden mit allem was mich umgibt…ich arbeite nicht gegen meine Umwelt sondern nehme meinen Platz ein…in Demut.

Durch das Radfahren von langen Distanzen stoße ich an vielfältige Grenzen…die meines Körpers und die, die mir durch die Bewegung in und durch die Natur begegnen.
Ich erfahre, dass alles seinen Preis hat und jeder meiner Entscheidungen Konsequenzen nach sich ziehen die ich sofort und unmittelbar wahrnehme.
Niemand nimmt mir Entscheidungen ab und ich trage für alles was mir widerfährt die Verantwortung…jede meiner Handlungen hat unmittelbare Auswirkungen.

Die Reduzierung meines Lebens auf das Sein nimmt mir die Last, für alles verantwortlich zu sein…entledigt mich der Rolle „ein Konstrukteur der Welt“ zu sein…eine Rolle die wir uns selbst gegeben haben und an der wir nur scheitern können.
Die Hingabe der natürlichen Ordnung erzeugt Frieden…in mir und um mich herum.

In diesem Zustand verschmilzt die Grenze von Geben und Nehmen…ich bin ich und Teil von etwas Größeren…ein Tropfen im Ozean. Wenn man mich fragen würde, ob ich der Tropfen oder der Ozean bin, würde ich antworten…ich bin.

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